Mittwoch, 24. Dezember 2025

Ein Gebet in der Nacht


 


Ein Gebet in der Nacht


Heiliger Geist, komm
ich zögere bei den Worten
erleuchte das was ich fühlte
was ich nicht verstand
 
Heiliger Geist, komm
male mir ein Bild
von Jesus den ich kenne
den ich nicht sehe, aber sehen möchte
 
Barmherzigkeit und Liebe
die zur Verwandlung bewegen
Wahrheit und Gnade
die zum Handeln auffordern
den Weg der Vergebung zu gehen
Augen, die mich in der Tiefe der Nacht sehen
– erkläre mir, mein liebender Gott!
 
Heiliger Geist, komm
tröste mich und flüstere mir
die Worte zu, die jetzt
meine eigene innere Peitsche stillen
 
Heiliger Geist, komm
erfülle mich und gib mir
Mut und Kraft, deinen Weg zu sehen
in allem, was ich nicht geschafft habe
 
Das Lied in Schwedisch:  
 

 



Montag, 15. Dezember 2025

Zuerst

 


Zuerst


Du hast mich gesehen,
bevor ich irgendetwas gesehen habe.
Du hast mich geliebt,
bevor ich dich geliebt habe.
Du bist für mich gestorben,
bevor ich überhaupt verstanden habe,
wer du warst
oder was du gesagt hast.

 
Du wolltest, dass ich
dein Kind werde.
Ja, du hattest Pläne für mich
bevor ich überhaupt etwas
planen konnte

 
Du hast mich ausgewählt
mich gesucht
weil du Gemeinschaft
mit mir haben wolltest
mich lieben wolltest
als Erster
Deine Liebe ist immer zuerst da
ist immer am größten
Deine Gnade ist unendlich groß
und mir näher
als mein irdischer Vater und Mutter

Unerschöpflich
uneingeschränkt
selbstlos
selbstaufopfernd
ist deine Liebe
 

Wenn ich dich suche
hast du mich schon gesucht
Wenn ich dich anschaue
hast du mich schon lange
angeschaut
genau so, wie ich bin

und hörst nicht auf
mich zu lieben

 
Wenn ich mich nach dir sehne
hast du dich schon nach mir gesehnt
zuerst
 

Ja, du bist immer zuerst da
deine Kraft
dein Plan
immer am größten

 
Ich muss mich daran erinnern
und jeden Tag möchtest du mir mit deiner Gnade zeigen
wer du bist
und wen du liebst

 
Ja, du liebst mich, den Kleinen
und aus tiefstem Herzen möchte ich dir danken
mein großer, allmächtiger Gott

Montag, 8. Dezember 2025

Stille Ruhe

 


Stille Ruhe

 

Ruhe!
Ich muss mich ausruhen
Informationen abschalten
in Ruhe heilen
Ich muss meine innere Stimme finden
mit meinem Herzen sprechen
und der Quelle der großen Liebe

von Angesicht zu Angesicht
alles ablegen
was eine echte und ehrliche Kommunikation
behindert.

Ruhe!
Ich muss nachdenken
mich abschirmen
vom Lärm der Welt
den Weg nach vorne finden
und den tiefen Rhythmus des Lebensnervs

Ruhe!
Ich muss nach innen schauen
in die Tiefe
einen Engel das Licht des Lebens entzünden lassen
und mich in der Dunkelheit zurechtfinden
in meine dunklen Winkel
sie mit der Flamme des Lebens erwärmen
die tragende Kraft der Hoffnung

Ruhe!
Ich muss lauschen
das Größere ausloten
Motiv und Absender erkennen
bei dem, was mich drängt
und zu meinem Innersten spricht

Ruhe!
Ich muss wachsen
das Wunder geschehen lassen
wenn nichts passiert
das Gute geschehen lassen
Ruhe!
Ich muss gehört werden
die barmherzige Gemeinschaft spüren
die sich Zeit nimmt
für mich

Also bitte ich:
Die Sprengkraft der Liebe
erfülle meine Stille
mit deiner Gegenwart!

 


 

Montag, 1. Dezember 2025

Aus Kapitel 8 des Buches

 


Christlicher Workaholic


Doch die auf Jahwe hoffen, gewinnen neue Kraft. Wie Adler breiten sie die Flügel aus. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt. (Jesaja 40:31, Bibel Heute)


Ich erinnere mich wie ich in den Pausen in meiner Oberschule herumlief und betete, dass ich Menschen treffen würde, denen ich von Jesus erzählen könnte. Ich kam immer vor Beginn des Unterrichts in die Schule, um für die Schule zu beten, und blieb nach dem Unterricht, um für die Schule zu beten.
Ich glaubte, dass die gesamte Verantwortung für die Erlösung der Menschen auf meinen Schultern lastete. Dass Gott dies von mir verlangte, wenn ich ein wahrer Christ sein wollte. Natürlich wollte ich, dass die Menschen die Liebe erfahren, die ich erfahren hatte, aber das war jetzt nicht mehr
meine Hauptmotivation. Es war nicht die Liebe die mich antrieb. Im Gegenteil, ich hatte
begonnen unter einem starken religiösen Zwang zu leben. Ich war ein braves Mädchen, das Christin geworden war und sie hatte das Gefühl dass sie eine Menge Dinge für Gott tun musste, um sich geliebt und akzeptiert zu fühlen.
Die Scham in mir war zunächst durch Mobbing entstanden, wurde aber später durch ungesunde Theologie von der Kanzel noch verstärkt. Und diese Scham trieb mich in den Wahnsinn. Sie brachte mich dazu alle Grenzen dessen zu überschreiten, was ein Mensch ertragen kann.

 

 

Neben meiner Evangelisation in der Schule war ich auch in meiner Freizeit auf den Straßen und Plätzen unterwegs, sogar nachts, und versuchte, von Jesus zu erzählen und Menschen auf verschiedene Weise zu helfen. Ich versuchte, für alle da zu sein – in der Kirche, beim Training, zu Hause beim Lernen und für meine Mutter, der es nicht so gut ging. Ich wurde zu einem christlichen Workaholic, der versuchte, vor dem Gefühl der Scham zu fliehen, indem ich fleißig, engagiert und leistungsfähig war.
Schließlich stieß ich an meine Grenzen.
Ein Workaholic im Reich Gottes zu sein sollte per Definition unmöglich sein. Laut der Bibel geht es im Reich Gottes darum in seine Ruhe einzugehen. Nach allem was in Gottes Wort gesagt wird, hätte ich mich stattdessen einfach auf einen Stuhl setzen sollen und von Gott empfangen zu werden. Aber leider war ich nicht tief genug in der Bibel und in Gottes Liebe verwurzelt, um all den negativen Gedanken über mich selbst widerstehen und dies verstehen zu können.
Ich hätte Hilfe gebraucht. Jemanden der „Stopp” gesagt hätte. Ich hätte jemanden gebraucht,
der meine Motive hinterfragt hätte. Ich hätte Menschen gebraucht die mir meine Scham offenbart hätten. Ich hätte Menschen gebraucht die mir gezeigt hätten wie unendlich geliebt ich bin. Ich hätte Menschen gebraucht die mir gesagt hätten: Hör auf, Gott zu spielen!


Der Gott der Bibel hat bewiesen, dass keiner von uns sich für das was er ist, schämen muss. Am Kreuz hat er gezeigt, dass er bereit war alles zu tun, damit wir Vergebung erfahren und eine vertraute Beziehung zu Gott haben können.
Der Tod Jesu ist der ultimative Beweis dafür, wie unendlich wertvoll und geliebt wir in seinen Augen sind.
Gott möchte, dass wir zu ihm fliehen, wenn wir uns schämen und nicht vor ihm davonlaufen.
In Gottes Armen sind wir vollkommen sicher. Wenn wir in seinen Armen ruhen, schenkt er uns Frieden, innere Heilung und neue Kraft. Wir dürfen seine Wahrheit über uns annehmen. Sie vertreibt die Lügen, wenn wir an ihr festhalten. Wie auch immer es Ihnen oder mir geht, ich möchte
Sie und mich selbst ermutigen, diese Liebe anzunehmen.
Gott hatte an diesem Tag beim Zeltgottesdienst begonnen mir das Gefühl zu geben, geliebt zu sein.
Aber Zweifel und alte Wunden machten es mir schwer auf seine Liebe zu vertrauen.
Jetzt im Nachhinein sehe ich, dass ich versuchen muss in Gottes Liebe anzukommen. Einfach
neben Gott herzugehen und so neue Kraft und neuen Mut zu finden.


Samstag, 15. November 2025

Schützende Integrität

 


Schützende Integrität


Halt! Nein!
Ich versuche, mein Inneres
zum Blühen zu bringen
Schützende Grenzen zu setzen
für das Gute, das mich fordert
aber mich ablenkt
vom Wichtigsten
und für das Böse, das zerstören will
meinem Wesen Gewalt antun will


Halt! Nein!
Ich muss mich sammeln
Kraft finden
Wenn Kraftlosigkeit
und Verwirrung meine Seele zerreißen
Ja, ich muss eine Weile allein gehen
Mit Gott, meinem Vater
Den Weg des Lebens finden
In meinem Herzen


Was für ein herrliches Gefühl es ist
Gottes eigenes Wesen
In meinem inneren Garten
Zu genießen
Und seinen guten Duft zu spüren

Samstag, 8. November 2025

Ich möchte Barmherzigkeit sehen und keine Opfer

 


Ich möchte Barmherzigkeit sehen
 

und keine Opfer


Ich möchte dir nicht
das Leben auspressen
denn ich möchte Barmherzigkeit sehen
und keine Opfer


Deine Taten für mich
müssen auf Liebe beruhen
Deine Motivation
muss aus Dankbarkeit entstehen


für wie sehr ich dich liebe
So fließt meine Gnade zu dir


und zu deinen religiösen Zwängen
sage ich tatsächlich nein


Natürlich möchte ich, dass du mir folgst
und mir gehorchst
aber nur aus Liebe
denn dann bleibst du in mir
und ich in dir

Samstag, 1. November 2025

Aus Kapitel 7 des Buches

 




Prüfe

Sieh, daß ich deine Vorschriften lieb habe; nach deiner Güte, Jehova, belebe mich! 160Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und alles Recht deiner Gerechtigkeit währt ewiglich.

(Psalm 119: 159-160 ELB)

Jesus war mir begegnet und hatte mir gesagt, dass er mich liebte. Das veränderte den Fokus meines Lebens vollständig. Ich war verliebt und verrückt nach Gott und wollte, dass alle von ihm hörten und dasselbe erleben durften, was ich erlebt hatte.

In meinem Herzen brannte ein Feuer, ein Feuer, das es dort zuvor nie gegeben hatte. Ich sang, spielte Gitarre, las die Bibel und erzählte von Jesus und was er für mich getan hatte.

Für viele in meinem Umfeld muss das wohl aufdringlich gewirkt haben. In der Schule verspotteten mich die Leute. Das war natürlich schwer für mich und ich fühlte mich allein. Aber jetzt hatte ich eine Grundlage der Liebe, auf die ich mich stützen konnte, wenn die bösen Kommentare kamen.

Nach ein oder zwei Jahren begann ich jedoch zu spüren, dass es Wunden aus meiner Kindheit gab, die nicht verheilt waren. Ich wollte leben und liebte meinen Gott, aber ich spürte einen starken Schmerz in mir.

In den Predigten, die ich hörte, war es ein wiederkehrendes Thema, dass wir Christen mehr für Gott tun sollten. Diese Predigten lösten jedoch in mir ein tiefes Schamgefühl und Angst aus. Ich tat doch bereits alles was ich konnte, um Jesus nachzufolgen und seinen Namen bekannt zu machen. War das nicht genug?

Ich begann zu erkennen, dass ich Hilfe brauchte. Nun drehte sich mein Leben immer mehr darum, wie ich Hilfe von Gott empfangen könnte. Ich fühlte mich zu Zusammenkünften und Gottesdiensten hingezogen bei denen ich deutlich spüren konnte, was ich als Gottes Gegenwart empfand.



Und oft erlebte ich Dinge die mir das Gefühl gaben von Gott angenommen und gesehen zu werden.

Ich war jedoch jung und nicht ausreichend mit Gottes Wort vertraut, um unterscheiden zu können was gesund und was ungesund war. In meiner Verzweiflung glaubte ich alles was während dieser charismatischen Versammlungen gesagt wurde. Ich begann Lehren anzunehmen, die nicht zum normalen gesunden Christentum gehören, sondern Ergänzungen und Erfindungen sind die man als Irrlehren bezeichnen kann.

Ich hatte noch nicht verstanden, wie wichtig es ist immer zu prüfen, was von der Kanzel oder der Bühne verkündet wurde. Dass die Summe von Gottes Wort die Wahrheit ist.

Nicht einzelne Bibelverse die so verdreht wurden, dass sie etwas anderes bedeuteten als das was als sie geschrieben wurden.

Nur weil das was man hört und erlebt sich im Moment euphorisch und gut anfühlt, ist das noch keine Garantie dafür, dass es gut ist daran zu glauben. Was gesund ist bringt auf lange Sicht gute Früchte hervor, Früchte wie Frieden, Liebe, Fürsorge und Geduld. Dinge die dazu führen, dass man sicher und stabil in seiner Beziehung zu Jesus sicher und stabil macht und Lügen aufdecken kann die das Gute zerstören und ruinieren.

Ich wusste nicht, dass dies so wichtig ist. Dass es unter den guten Dingen auch schlechte Dinge geben kann, die geradezu lebensgefährlich sind. Ich wusste nicht, dass ich wachsam sein muss und mich nicht nur von starken Gefühlen leiten lassen darf.

Es ist leicht in solche Situationen zu geraten wenn man jung oder neu im Glauben ist. Wenn man sich sehr danach sehnt und verzweifelt darauf wartet Gott zu begegnen.

Es waren nicht die charismatischen Ausdrucksformen in den Gottesdiensten an sich, die falsch waren (was ich später als Gegenreaktion zu glauben begann). Es waren die Theologie unddie Lehren. Innerhalb der Glaubensbewegung gibt es beispielsweise eine Lehre über das „Bekenntnis”. Dabei kan es darum gehen dass man „bekennen” soll, dass man von einer Krankheit geheilt wurde.

Es kommt vor dass Menschen auf diese Weise „bekennen”, dass sie geheilt und von verschiedenen Krankheiten befreit worden sind, obwohl es offensichtlich ist, dass dies überhaupt nicht der Fall ist.


Wenn man bekennt, dass man von einer Krankheit geheilt ist, obwohl der ganze Körper und Geist die Heilung nicht erfahren lernt man der Realität nicht zu vertrauen.

Dies kann dazu führen, dass man sich verwirrt, ängstlich und verunsichert fühlt. Und diese Früchte sind nicht Gottes Werk.

Also trauen Sie sich, es zu versuchen! Lesen Sie nach und fragen Sie andere Gläubige und den Heiligen Geist. Schauen Sie in Gottes Wort nach, ob das, was Sie gelernt haben, stimmt!




Reinige mich

  Reinige mich Du willst mich reinigen meinen ganzen Schmerz heilen meine Augen öffnen damit ich sehe, was ich brauche – DICH – Du b...