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Freitag, 2. Januar 2026

Aus Kapitel 9 des Buches

 




Sich verirren und nach Hause finden

 

Psalmen 139:23-24


Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz! Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Sieh, ob ein gottloser Weg mich verführt, und leite mich auf dem ewigen Weg!

 

Plötzlich stand ich da ohne Arbeit, Einkommen, Kirche, Zusammenhang, Energie und Wohnung.
Mit 19 Jahren war ich an meine Grenzen gestoßen. Ich hatte eine Bibelschule besucht von der ich
dachte, dass sie mir gut tun würde damit ich mich besser fühle. Stattdessen stieß ich
ein Jahr später ein zweites Mal an meine Grenzen. Wie bin ich hier gelandet?
Nachdem ich an meine Grenzen gestoßen war, verbrachte ich eineinhalb Jahre als Freiwilliger in einem Kloster.
Zum Teil, weil ich dort Essen und Unterkunft bekam. Aber man durfte nicht länger als ein Jahr als Freiwilliger im Kloster bleiben, also musste ich mich nach Ablauf dieser Zeit wieder auf die Suche machen.
Ich kam an eine Volkshochschule an der Westküste. Dort belegte ich einen Kurs der entwickelt worden war, um Menschen zu helfen die unter anderem einen Burnout hatten. Er hieß „Kreativer Fokus”. Dort konnte ich meine Kreativität weiterentwickeln.
Ich begann auch eine Therapie. Der Psychiater zu dem ich ging, sagte mir, dass er glaube ich sei in einer Sekte gewesen, da ich alle Symptome dafür habe.
Erst zu diesem Zeitpunkt mehrere Jahre nachdem ich diesen sektenähnlichen
Zirkel verlassen hatte begann ich zu verstehen, was ich erlebt hatte. Als ich das erkannte, kam eine neue Krise.
Alles was sie in der Bibelschule gesagt hatten, hatte in mir ein Fundament aus Dingen geschaffen, die nicht immer so gut waren, und nun brach es zusammen. Neue Tiefen des Unwohlseins erschütterten mich. Ich verlor den Halt und begann psychotisch zu werden. Es war ein schrecklich schwieriger Zustand in dem ich leben musste.



Nach einer Zeit in der Psychiatrie bekam ich Hilfe dabei, ein neues Verständnis
der Realität aufzubauen. In dieser Krisenzeit verlor ich immer mehr den Kontakt zur
christlichen Kirche in ihren verschiedenen Formen. Der Besuch der Kirche erinnerte mich zu sehr an die Sekte.
Ich musste neu anfangen, spüren was in mir vorging, lernen eigene Entscheidungen zu treffen und ein neues Bild von Gott aufbauen.
In der Bibelschule hatten wir gelernt zu gehorchen, aber nicht zu prüfen und nachzudenken. Ich war so sehr beeinträchtigt, dass ich mich nicht einmal entscheiden konnte, ob ich nach links oder nach rechts gehen wollte, wenn ich spazieren ging. Ich konnte keine eigenen Entscheidungen treffen ohne auf eine Zustimmung zu warten. Grundlegende Gehirnfunktionen waren gewissermaßen abgeschaltet worden und funktionierten nicht mehr normal.

Mit der Zeit begann ich meinen Willen, meine Meinungen und meine eigenen Gedanken wiederzufinden.
Ich begann zu verstehen dass meine Gedanken, Gott würde mich hassen nicht wahr waren. Allmählich gelang es mir, mich tiefgreifend von der Kultur und den Lehren der Sekte zu lösen.
Ich fühlte mich nun gut genug um eine Kunstausstellung über das Altern und darüber zu gestalten, wie man das Positive am Reifen und Älterwerden sehen kann. In der Ausstellung zeigte ich Bilder zu diesem Thema. Ich schrieb mein erstes Buch „Die Freude am Altern” mit Fotos dieser Bilder und dazugehörigen Gedichten.


Aber meine Sehnsucht nach Gemeinschaft war immer noch da. Langsam wagte ich mich wieder näher an die Kirche heran und verspürte ein gesundes Verlangen danach, in einem christlichen Umfeld zu sein.
Auf meiner Suche kam ich zur Saronkirche in Göteborg. Dort konnte ich hingehen, so wie ich war.
Unter anderem gab es dort eine Aktivität, die sie „Samtal pågår” (Gespräche im Gange) nannten. Dabei
ging es darum, dass man in der Gruppe über verschiedene Dinge sprechen konnte, die mehr oder
weniger stark mit Glauben, Kirche und Ähnlichem zu tun hatten. In diesen Gesprächen konnten
ich und andere Menschen unsere Gedanken und Überlegungen äußern, die mit Neugier und Respekt aufgenommen wurden.
Es schockierte mich, dass die Vertreter der Gemeinde diese Art von Gesprächen förderten. Sie akzeptierten sogar, wenn die Anwesenden manchmal kritische oder hinterfragende Fragen stellten.
Sonntag für Sonntag ging ich in die Kirche. Ich dachte nach und probierte alles aus, was ich
lernte, und verglich es mit dem, was ich in der Bibelschule gelernt hatte. Ich war erschüttert, als ich merkte dass Vieles was ich für wichtig und wahr gehalten hatte nun nicht mehr so selbstverständlich oder vielleicht sogar falsch erschien. Nach und nach lernte ich eine Lüge
nach der anderen zu durchschauen.


Was von der Kanzel in Saron gesagt wurde unterschied sich oft grundlegend von dem worauf ich
bisher mein Leben aufgebaut hatte von dem was mich so unglücklich gemacht hatte. Sicherlich
gab es Gemeinsamkeiten. Nicht alles was in der Bibelschule gesagt worden war, war schlecht. Aber die neuen Erkenntnisse und Einsichten, die ich gewonnen hatte sollten gute Früchte tragen.
Während dieser Zeit drehte ich auch einen Film über die Ausstellung „Die Freude des Alterns”. Ich begann herumzureisen und den Film zu zeigen, der aus Bildern, Musik und eingelesenen
Gedichten bestand und sprach über das Thema hinter der Ausstellung, dem Buch und dem Film. Es war ein Prozess der Wiedergutmachung, diese Ausstellung und die Vorträge zu machen. Ich hatte viele schöne Begegnungen mit Menschen in diesem Zusammenhang.

Ein anderer christlicher Kontext, der für mich eine große Bedeutung erlangt hat, ist einer, der „De brustnas camping” (Der Campingplatz der Gebrochenen) genannt wird. Ursprünglich war es eine Veranstaltung, die im Zusammenhang mit der Konferenz der Oasenbewegung organisiert wurde.
Dort begegnete ich erneut einer charismatischen Bewegung, die äußerlich sehr an das erinnerte,
was ich in der Sekte erlebt hatte. Aber mit dem wesentlichen Unterschied, dass hier die Theologie und die Kultur anders waren. Auf dem „Campingplatz der Gebrochenen” erhielt ich Unterstützung und Hilfe um meine Ängste und Erinnerungen in Gesprächen und Gebeten zu verarbeiten. Dort begegnete ich dem Herrn zu wahrer Heilung, zu Aufrichtung und Befreiung von dem was mich gebunden und belastet hatte.


Ich habe in meinem Leben viel psychische und physische Krankheit erlebt. Ich bin von einer Sehnsucht nach Gott dazu übergegangen, nichts mehr mit ihm zu tun haben zu wollen, um dann wieder auf Gott zu treffen. Ich bin davon übergegangen, ihn zu lieben, mich zu verirren und
gegen die Wand zu laufen, um dann wieder Gott zu suchen und in Gebet und Stille zu leben. Ich wurde von Irrlehren in die Irre geführt, um dann erneut von der Wahrheit begeistert zu sein,
neue Wege zu finden und Gerechtigkeit zu erlangen.
Aber wenn man sich verirrt, braucht man Hilfe, um wieder nach Hause zu finden. In meinem Fall habe ich diese Hilfe bekommen. Das hat dazu geführt, dass ich die Motivation bekommen habe, noch mehr darüber zu lernen, was richtig und was falsch ist, sodass die Gefahr, dass ich mich noch einmal verirre, jetzt geringer ist. Ich habe nach Wissen gesucht und auf dieser Reise sehr viel gelernt.
Aber es gibt noch unendlich viel mehr zu entdecken!
Auch wenn das Leben oft schwierig sein kann, kann Gott uns in seiner Gnade helfen, wichtige Weisheiten zu erkennen und neue und wichtige Dinge zu lernen. Vor allem, wenn wir es wagen,
offen und neugierig zu sein, was er uns lehren möchte.
Ich sehe es so, dass ich erst an meine Grenzen stoßen und Panik verspüren musste, weil ich
in dieser ungesunden Gemeinde war, um schließlich zu verstehen, dass bestimmte Lehren nicht gut waren.
Sonst hätte ich mein Leben weiterhin von den Irrlehren bestimmen lassen und hätte dann
weiterhin versucht, sie an andere weiterzugeben und so das Leiden auf viele Andere übertragen.

 

Montag, 1. Dezember 2025

Aus Kapitel 8 des Buches

 


Christlicher Workaholic


Doch die auf Jahwe hoffen, gewinnen neue Kraft. Wie Adler breiten sie die Flügel aus. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt. (Jesaja 40:31, Bibel Heute)


Ich erinnere mich wie ich in den Pausen in meiner Oberschule herumlief und betete, dass ich Menschen treffen würde, denen ich von Jesus erzählen könnte. Ich kam immer vor Beginn des Unterrichts in die Schule, um für die Schule zu beten, und blieb nach dem Unterricht, um für die Schule zu beten.
Ich glaubte, dass die gesamte Verantwortung für die Erlösung der Menschen auf meinen Schultern lastete. Dass Gott dies von mir verlangte, wenn ich ein wahrer Christ sein wollte. Natürlich wollte ich, dass die Menschen die Liebe erfahren, die ich erfahren hatte, aber das war jetzt nicht mehr
meine Hauptmotivation. Es war nicht die Liebe die mich antrieb. Im Gegenteil, ich hatte
begonnen unter einem starken religiösen Zwang zu leben. Ich war ein braves Mädchen, das Christin geworden war und sie hatte das Gefühl dass sie eine Menge Dinge für Gott tun musste, um sich geliebt und akzeptiert zu fühlen.
Die Scham in mir war zunächst durch Mobbing entstanden, wurde aber später durch ungesunde Theologie von der Kanzel noch verstärkt. Und diese Scham trieb mich in den Wahnsinn. Sie brachte mich dazu alle Grenzen dessen zu überschreiten, was ein Mensch ertragen kann.

 

 

Neben meiner Evangelisation in der Schule war ich auch in meiner Freizeit auf den Straßen und Plätzen unterwegs, sogar nachts, und versuchte, von Jesus zu erzählen und Menschen auf verschiedene Weise zu helfen. Ich versuchte, für alle da zu sein – in der Kirche, beim Training, zu Hause beim Lernen und für meine Mutter, der es nicht so gut ging. Ich wurde zu einem christlichen Workaholic, der versuchte, vor dem Gefühl der Scham zu fliehen, indem ich fleißig, engagiert und leistungsfähig war.
Schließlich stieß ich an meine Grenzen.
Ein Workaholic im Reich Gottes zu sein sollte per Definition unmöglich sein. Laut der Bibel geht es im Reich Gottes darum in seine Ruhe einzugehen. Nach allem was in Gottes Wort gesagt wird, hätte ich mich stattdessen einfach auf einen Stuhl setzen sollen und von Gott empfangen zu werden. Aber leider war ich nicht tief genug in der Bibel und in Gottes Liebe verwurzelt, um all den negativen Gedanken über mich selbst widerstehen und dies verstehen zu können.
Ich hätte Hilfe gebraucht. Jemanden der „Stopp” gesagt hätte. Ich hätte jemanden gebraucht,
der meine Motive hinterfragt hätte. Ich hätte Menschen gebraucht die mir meine Scham offenbart hätten. Ich hätte Menschen gebraucht die mir gezeigt hätten wie unendlich geliebt ich bin. Ich hätte Menschen gebraucht die mir gesagt hätten: Hör auf, Gott zu spielen!


Der Gott der Bibel hat bewiesen, dass keiner von uns sich für das was er ist, schämen muss. Am Kreuz hat er gezeigt, dass er bereit war alles zu tun, damit wir Vergebung erfahren und eine vertraute Beziehung zu Gott haben können.
Der Tod Jesu ist der ultimative Beweis dafür, wie unendlich wertvoll und geliebt wir in seinen Augen sind.
Gott möchte, dass wir zu ihm fliehen, wenn wir uns schämen und nicht vor ihm davonlaufen.
In Gottes Armen sind wir vollkommen sicher. Wenn wir in seinen Armen ruhen, schenkt er uns Frieden, innere Heilung und neue Kraft. Wir dürfen seine Wahrheit über uns annehmen. Sie vertreibt die Lügen, wenn wir an ihr festhalten. Wie auch immer es Ihnen oder mir geht, ich möchte
Sie und mich selbst ermutigen, diese Liebe anzunehmen.
Gott hatte an diesem Tag beim Zeltgottesdienst begonnen mir das Gefühl zu geben, geliebt zu sein.
Aber Zweifel und alte Wunden machten es mir schwer auf seine Liebe zu vertrauen.
Jetzt im Nachhinein sehe ich, dass ich versuchen muss in Gottes Liebe anzukommen. Einfach
neben Gott herzugehen und so neue Kraft und neuen Mut zu finden.


Samstag, 1. November 2025

Aus Kapitel 7 des Buches

 




Prüfe

Sieh, daß ich deine Vorschriften lieb habe; nach deiner Güte, Jehova, belebe mich! 160Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und alles Recht deiner Gerechtigkeit währt ewiglich.

(Psalm 119: 159-160 ELB)

Jesus war mir begegnet und hatte mir gesagt, dass er mich liebte. Das veränderte den Fokus meines Lebens vollständig. Ich war verliebt und verrückt nach Gott und wollte, dass alle von ihm hörten und dasselbe erleben durften, was ich erlebt hatte.

In meinem Herzen brannte ein Feuer, ein Feuer, das es dort zuvor nie gegeben hatte. Ich sang, spielte Gitarre, las die Bibel und erzählte von Jesus und was er für mich getan hatte.

Für viele in meinem Umfeld muss das wohl aufdringlich gewirkt haben. In der Schule verspotteten mich die Leute. Das war natürlich schwer für mich und ich fühlte mich allein. Aber jetzt hatte ich eine Grundlage der Liebe, auf die ich mich stützen konnte, wenn die bösen Kommentare kamen.

Nach ein oder zwei Jahren begann ich jedoch zu spüren, dass es Wunden aus meiner Kindheit gab, die nicht verheilt waren. Ich wollte leben und liebte meinen Gott, aber ich spürte einen starken Schmerz in mir.

In den Predigten, die ich hörte, war es ein wiederkehrendes Thema, dass wir Christen mehr für Gott tun sollten. Diese Predigten lösten jedoch in mir ein tiefes Schamgefühl und Angst aus. Ich tat doch bereits alles was ich konnte, um Jesus nachzufolgen und seinen Namen bekannt zu machen. War das nicht genug?

Ich begann zu erkennen, dass ich Hilfe brauchte. Nun drehte sich mein Leben immer mehr darum, wie ich Hilfe von Gott empfangen könnte. Ich fühlte mich zu Zusammenkünften und Gottesdiensten hingezogen bei denen ich deutlich spüren konnte, was ich als Gottes Gegenwart empfand.



Und oft erlebte ich Dinge die mir das Gefühl gaben von Gott angenommen und gesehen zu werden.

Ich war jedoch jung und nicht ausreichend mit Gottes Wort vertraut, um unterscheiden zu können was gesund und was ungesund war. In meiner Verzweiflung glaubte ich alles was während dieser charismatischen Versammlungen gesagt wurde. Ich begann Lehren anzunehmen, die nicht zum normalen gesunden Christentum gehören, sondern Ergänzungen und Erfindungen sind die man als Irrlehren bezeichnen kann.

Ich hatte noch nicht verstanden, wie wichtig es ist immer zu prüfen, was von der Kanzel oder der Bühne verkündet wurde. Dass die Summe von Gottes Wort die Wahrheit ist.

Nicht einzelne Bibelverse die so verdreht wurden, dass sie etwas anderes bedeuteten als das was als sie geschrieben wurden.

Nur weil das was man hört und erlebt sich im Moment euphorisch und gut anfühlt, ist das noch keine Garantie dafür, dass es gut ist daran zu glauben. Was gesund ist bringt auf lange Sicht gute Früchte hervor, Früchte wie Frieden, Liebe, Fürsorge und Geduld. Dinge die dazu führen, dass man sicher und stabil in seiner Beziehung zu Jesus sicher und stabil macht und Lügen aufdecken kann die das Gute zerstören und ruinieren.

Ich wusste nicht, dass dies so wichtig ist. Dass es unter den guten Dingen auch schlechte Dinge geben kann, die geradezu lebensgefährlich sind. Ich wusste nicht, dass ich wachsam sein muss und mich nicht nur von starken Gefühlen leiten lassen darf.

Es ist leicht in solche Situationen zu geraten wenn man jung oder neu im Glauben ist. Wenn man sich sehr danach sehnt und verzweifelt darauf wartet Gott zu begegnen.

Es waren nicht die charismatischen Ausdrucksformen in den Gottesdiensten an sich, die falsch waren (was ich später als Gegenreaktion zu glauben begann). Es waren die Theologie unddie Lehren. Innerhalb der Glaubensbewegung gibt es beispielsweise eine Lehre über das „Bekenntnis”. Dabei kan es darum gehen dass man „bekennen” soll, dass man von einer Krankheit geheilt wurde.

Es kommt vor dass Menschen auf diese Weise „bekennen”, dass sie geheilt und von verschiedenen Krankheiten befreit worden sind, obwohl es offensichtlich ist, dass dies überhaupt nicht der Fall ist.


Wenn man bekennt, dass man von einer Krankheit geheilt ist, obwohl der ganze Körper und Geist die Heilung nicht erfahren lernt man der Realität nicht zu vertrauen.

Dies kann dazu führen, dass man sich verwirrt, ängstlich und verunsichert fühlt. Und diese Früchte sind nicht Gottes Werk.

Also trauen Sie sich, es zu versuchen! Lesen Sie nach und fragen Sie andere Gläubige und den Heiligen Geist. Schauen Sie in Gottes Wort nach, ob das, was Sie gelernt haben, stimmt!




Mittwoch, 1. Oktober 2025

Aus Kapitel 6 des Buches


 

Sehnsucht nach Gemeinschaft


Nun möchte ich Ihnen erzählen, was geschah, nachdem ich die Entscheidung getroffen hatte, Jesus zu folgen.
Ich begann mich danach zu sehnen, nach derGemeinschaft, die ich bei den
Zeltversammlungen erlebt hatte. Bei den Treffen hatte ich festgestellt, dass es offenbar viel mehr Christen in Schweden gab, als ich gedacht hatte.
Ich war sehr überrascht so viele Christen an einem Ort versammelt zu sehen.
Nicht zuletzt war ich überrascht, so viele junge Menschen zu sehen.
Ich hatte gedacht, dass es
höchstens vielleicht zwanzig junge Christen im ganzen Land gibt.
Ich recherchierte im Internet und las über verschiedene Gemeinden im freikirchlichen Bereich.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch eine Angst, die vielleicht unter Nichtchristen weit verbreitet ist, nämlich, dass ich Treffen mit vielen so genannten
Charismatikern und charismatischen Ausdrucksformen als seltsam und fremd wirken.
Kirchengemeinden der Schwedischen Kirche, wie die Gemeinde in der ich
kürzlich konfirmiert wurde hat mich auch nicht angezogen. Ich empfand sie
zu streng, zu zahm und zu langweilig, und es gab viel zu wenig, oder besser gesagt keine Menschen meines Alters die bei den Treffen waren.
Auf der Hönökonferenz hatte ich erlebt, was ich als goldenen Mittelweg ansah
und das war es, was ich jetzt suchte.
Ich habe Ihnen bereits erzählt, dass mein Vater zu dieser Zeit eine Begegnung mit Gott hatte und dass er sich nun als Christ betrachtete. Was ich noch nicht erzählt habe ist dass er als Kind in einer christlichen Umgebung aufgewachsen ist.
Er war damals Mitglied einer Pfingstgemeinde, bis er etwa 18 Jahre alt war, aber dann verlor er seinen Glauben an Gott.
Während meiner gesamten Kindheit hat er sich also nicht als
Christ betrachtet.
Seine Erfahrungen in der Kirche seiner Kindheit führten jedoch dazu, dass er mir nun riet, die Möglichkeit nicht auszuschließen, dass ich
das zu finden, was ich suchte, in der Pfingstbewegung sei.
Es war nicht der Weg, den ich zu gehen beabsichtigt hatte. Ich hatte sogar ein wenig Angst
dass die Pfingstbewegung zu extrem war. Ich wusste nicht wirklich
viel über sie. Also beschloss ich es doch zu versuchen.
Auf wackeligen Beinen ging ich zum Gebäude der Pfingstkirche in Alingsås und klingelte
an ihrer Tür. Ein Mann antwortete, er machte den Eindruck einer ruhigen
und gefassten Person, viel besser als befürchtet.

Ich weiß nicht mehr genau, was passiert ist, aber ich glaube, es gab
irgendeine Art von Treffen für junge Leute. Nach diesem Abend war ich fast
ekstatisch, so viele andere Christen getroffen zu haben und mit ihnen zu beten
und den Leitern tausend Fragen über den christlichen Glauben zu stellen.
Mein Geist war wie ein trockener Schwamm, der alles Wasser aufsaugte, das er finden konnte.
Vorsichtig und behutsam versuchte der Jugendpastor (den ich
den ersten Abend hatte) mich und die anderen dazu zu bringen, mehr Wissen über den christlichen Glauben aufzunehmen.
Ich sehnte mich nach mehr Wissen und Verständnis. Einerseits wollte ich, dass meine Bedürfnisse nach Spiritualität und Gemeinschaft befriedigt sehen, aber auch, dass Menschen Gott empfangen und ähnliche Erfahrungen machen wie ich.
So begab ich mich auf eine Art Jagd nach einer intensiven Suche nach Gott und spirituellen Erfahrungen.
Ich wusste noch nicht dass man im Glauben ruhen kann und in der Tatsache dass Gott immer da ist.
Dass er schon alles getan hat was nötig ist, damit wir ihm nahe kommen können.
Damals war ich auf der Suche nach den spektakulären, spirituellen Kicks und den großen Beweisen, die Gott uns in Form von Wundern und Zeichen geben kann.
Ich wusste dass ich noch viel zu lernen hatte und ich dürstete nach Wissen. Deshalb habe ich
viel gelesen, zum Teil in der Bibel, aber auch in vielen anderen Büchern über den christlichen Glauben.
Bücher, die man vielleicht als „christliche Erbauungsliteratur“ bezeichnen könnte.
Sie befassten sich mit Themen wie Heilung, wie man Nachfolge Jesu und „geistliche Kriegsführung“.
Leider waren einige dieser Bücher stark von Ideen und Gedanken
der so genannten Glaubensbewegung beeinflusst. Diese Bewegung, die ihren Ursprung in den Vereinigten Staaten hat, hat
leider einige so genannte „Irrlehren“ aufgegriffen. Später sollte ich mich
näher mit dieser Bewegung vertraut machen und zwar in einer Weise die
negative Folgen für mein Leben haben sollte. Doch davon wusste ich noch nichts.
Der Einstieg in die Gemeinschaft der Jugendgruppe war schwierig für mich, die aus einer ziemlich engen Gruppe bestand..



Mit der Zeit fand ich mehr von der Gemeinschaft die ich suchte bei Kirchenmitgliedern die etwas älter waren als ich.
Ich ging zu den Gebetstreffen in der Kirche und lernte die Kraft des Gebets kennen, indem ich den „Gebetsfrauen“ und „Männern“ zuhörte und mit ihnen betete.

Keine Kirche ist perfekt, aber diese hat mir sehr viel bedeutet.
Sie war wie ein Zuhause, ein Ort, an dem ich das Gute in mir aufbauen konnte.

Wir denken vielleicht, dass wir die Kirche nicht brauchen. Vielleicht können wir verletzt swerden durch deren Art und Weise. Wir denken vielleicht dass es ausreicht einfach Zeit
allein mit Gott zu verbringen, zum Beispiel in der Natur.
Aber ich glaube, dass Gott uns für die Gemeinschaft geschaffen hat und das war etwas wonach ich mich sehr sehnte.
Zumal ich auch zwei meiner besten Freundinnen verloren hatte, die nicht mehr meine Freundinen sein wollten, nachdem ich mich beschlossen hatte Jesus zu folgen.
Die Bibel sagt uns dass diejenigen die an Jesus glauben, wie sein Leib hier auf Erden sind. Wir werden alle gebraucht und wir brauchen uns alle gegenseitig, damit der Körper funktioniert.
Die Bibel beschreibt uns Christen auch als seine Braut, etwas, das wunderschön ist und extrem geliebt und wichtig für ihn ist.
Obwohl ich nicht mit allen in der Kirche die Gemeinschaft hatte, die ich wollte
bedeutete das ich Gemeinschaft hatte, dass ich anfangen konnte, in meinem Glauben zu wachsen und das Fundament zu legen. Ich konnte mit Gedanken ringen und laut über Dinge nachdenken Dinge, die ich nur schwer verstehen konnte.
Wenn Sie keine christliche Gemeinschaft haben, werden Sie wahrscheinlich nicht die Unterstützung, Herausforderung und Ermutigung die Sie brauchen, um Ihren Glauben fortzusetzen
und im Glauben gestärkt zu werden. Vor allem, wenn man in Schwierigkeiten gerät. Gleichzeitig verpassen die anderen Gemeindemitglieder, was Sie in die Gemeinschaft einbringen könnten.

Ich weiß, dass es schwierig sein kann, eine christliche Gemeinschaft zu finden, in der man sich wohl und sicher fühlen kann. Aber meine Herausforderung an Sie ist: Trauen Sie sich sie zu suchen!
Beten Sie dass Gott Sie in einen Kontext führt. Denn Sie sind wertvoll, und Sie können auch für andere wertvoll sein. Ich bin überzeugt, dass wir dazu geschaffen sind
in Gemeinschaft zu leben. Gemeinsam können wir das Wissen über Jesus verbreiten und zeigen wer er ist.


Montag, 1. September 2025

Aus Kapitel 5 des Buches

 


 

Der Ruf zur Jüngerschaft


Ich wusste nicht viel über den christlichen Glauben, als ich beschloss, Jesus in mein Herz zu lassen. (Vielleicht etwas seltsam, wenn man bedenkt, dass ich vor kurzem konfirmiert würde.)
Die Woche nach dem Zelttreffen hat mich verändert. Ich wurde herausgefordert, die Entscheidung zu treffen, ihn nicht nur in mein Herz zu lassen, sondern ihm auch zu folgen, was immer
mich das kosten würde. Ich war bis über beide Ohren in Gott verliebt, so dass mir diese Entscheidung in diesem Moment leicht fiel. Ich hatte erkannt, dass Jesus meine einzige Rettung war, der Einzige, der mir ein gutes Lebensgefühl geben konnte, der Einzige, der mein Leben mit Freude erfüllen konnte. Seit diesem Tag musste ich diese Entscheidung viele Male wiederholen. In einigen Phasen meines Lebens musste ich sie jeden Tag wiederholen. Am Anfang war es nicht leicht, Jesus ganz hereinzulassen und mich von ihm heilen und zu lassen. Es fiel mir schwer, viele Dinge zu akzeptieren, sogar die zentralste Sache: dass Jesus für mich gestorben und auferstanden ist, damit ich frei von Schuld und Scham sein kann. Aber mit der Zeit lernte ich Jesus kennen und fand heraus, dass ich ihm vertrauen konnte. Dann habe ich alles was ich konnte in seine Hände gelegt.
Seitdem habe ich immer mehr von dem was Jesus ist, entdeckt und verstanden.
Es ist für mich immer wichtiger geworden, dass mein Glaube nicht nur auf meinen
Gefühlen beruht. Vor allem, nachdem ich mich am Anfang meines Weges mit Gott
in einen Glauben verirrt, der hauptsächlich auf Gefühlen beruht (darüber werde ich in diesem Buch mehr erzählen).

Die Bibel sagt uns, dass wir den Herrn von ganzem Herzen lieben sollen, von ganzer Seele und mit unserem ganzen Verstand. Die Möglichkeit den Glauben auch mit dem Verstand zu erforschen und zu verstehen und zu entdecken, dass Jesus die Prüfung besteht, war für meinen weiteren Weg mit Gott von entscheidender Bedeutung.
Gott ruft uns. Er möchte, dass wir ihm mit unserem ganzen Leben nachfolgen. Er möchte, dass wir ihm alles geben was wir haben, sowohl das Gute als auch das Schlechte in uns. Wenn wir das tun verwandelt uns Gottes Liebe. Wir fangen an ihm aus freien Willen zu gehorchen, aus Liebe zu ihm, nicht weil wir es müssen. Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.
Ich möchte Sie auffordern darüber nachzudenken, was christlicher Glaube wirklich ist. Wenn
Sie tief in sich spüren, dass dies die Wahrheit sein muss, wagen Sie es weiter zu suchen
und mehr über die Wahrheit zu erfahren. Öffnen Sie Ihr Herz, damit der Heilige Geist
Sie berühren und Ihnen dabei helfen kann.
Gott weiß am besten was wir brauchen, also wagen Sie es, ehrlich zu sein. Bitten und beten Sie um Hilfe, sowohl von Menschen die Jesus bereits kennen, als auch von Gott direkt.

 

 




 

 

 


Freitag, 1. August 2025

Aus Kapitel 4 des Buches


 

Ich liebe dich


Merkst du nicht, dass ich vor der Tür stehe und anklopfe? Wer mich rufen hört und mir öffnet, zu dem gehe ich hinein, und wir werden miteinander essen – ich mit ihm und er mit mir.
 (Offenbarung 3:20 BIBEL. HEUTE)

 
Dann kam der Tag, an dem mein Vater mich zu einem Zelttreffen einlud. Für diejenigen unter euch, die nicht wissen was das ist, ist es ein Gottesdienst in einem großen Zelt. Mein Vater hatte
kürzlich auf einer Hochzeitsreise in Israel Gott kennengelernt und war danach viel
glücklicher und friedlicher geworden. Das berührte mich und machte mich sogar
offener und neugieriger für den christlichen Glauben.
Zuerst habe ich nein gesagt. Ich dachte, es würde bedeuten, dass ich in einem Kreis mit ein paar Leuten
sitze und angeschaut werden würde. Als mein Vater mir sagte, dass wahrscheinlich
2000 Menschen an dem Treffen teilnehmen würden war ich fast schockiert. Gab es so viele Christen?
Also sagte ich ja und ging mit.
Der Prediger sprach davon, dass Jesus vor der Tür steht und anklopft. Dass er möchte, dass
Menschen ihn in ihr Herz lassen, damit Gott
Gemeinschaft mit ihnen haben kann. Mein Herz pochte. Innerlich sagte ich: „Gott, wenn du
existierst kannst du in mein Herz kommen.“ Ich zählte bis drei, und nach dieser
war es, als ob ein Strom von Liebe durch mich hindurchging. Ich hörte Gottes Stimme fast
so stark, dass ich glauben konnte, sie mit meinen physischen Ohren zu hören, über
und immer wieder: „Ich liebe dich!“
Ich war überflutet von Staunen, Freude und Liebe. Gott war wirklich da! Zum
ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich geliebt. All meine Depressionen verschwanden
und ich ging wie auf Wolken.

 


Ein Fremder sagte sogar zu mir: „Du siehst aus, als ob du auf Wolken gehst!“ Ich wollte kaum noch
leben und jetzt war ich erfüllt von Freude, Dankbarkeit und Kraft.
Ich habe gelernt, dass Gott mit uns Gemeinschaft haben will. Aber er zwingt sich
niemandem auf, sondern ist wie ein Gentleman, der wartet bis man es will. Niemals
hätte ich gedacht, dass jemand mit mir Gemeinschaft haben will und auch
mich so unendlich lieben kann. Aber es war so. Und so ist es auch.
Vielleicht steht Gott an der Tür deines Herzens und klopft an. Wagen Sie es ihn hereinzulassen!
Die Liebe die dir begegnen wird kann dein Leben für immer verändern. Die Verwandlung
kann schnell oder langsam geschehen. Gott ist ein persönlicher Gott, der mit
jedem von uns auf einzigartige Weise arbeitet. Als ich Gott bei diesem
Zelttreffen in mein Herz einlud traf ich die beste Entscheidung meines Lebens. Ich glaube, dass Sie
das Gleiche erleben können. Ich weiß, dass Gott das will.
Deshalb teile ich dies mit Ihnen. Gottes Liebe ist für alle da, nicht
nur für einige Wenige.
Wenn Sie Jesus bereits kennen, dann teilen Sie Ihre eigenen Erfahrungen mit
Gott. Erzählen Sie uns, wie er Ihr Leben verändert hat. Vielleicht können Sie andere
Christen dazu inspirieren das Gleiche zu tun.
Trauen Sie sich, Jesus hereinzulassen und trauen Sie sich, die Freude und Dankbarkeit zu teilen. Geteilte Freude ist
doppelte Freude. Lassen Sie uns mehr teilen!

 




 


Dienstag, 1. Juli 2025

Aus Kapitel 3 des Buches

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Komm und sieh

Als ich 10 Jahre alt war, half mir mein Vater, die Schule zu wechseln und das Umfeld zu verlassen in der ich so gemobbt wurde. Ich kam auf ein andere schule die besser war. Dort fand ich eine Freundin, aber ich war mir nicht sicher, ob sie mich als Freundin haben wollte. Die Wunden aus den Jahren des Mobbings verfolgten mich mehr und mehr, obwohl ich mein Bestes gab um gut, fit, lustig und geistig stark zu sein.
Als es für mich an der Zeit war, die Schule zu wechseln und die weiterführende Schule zu besuchen, ließen sich meine Eltern scheiden. Obwohl ich versuchte es gut zu verkraften und stark zu sein, belastete mich das sehr.
Meine Mutter fühlte sich sehr schlecht und es wurde extrem schwierig sie zu ertragen, als es mir selbst schon sehr schlecht ging. Die Ängste und Erinnerungen wurden zu einer Lawine von Traurigkeit, Scham und Hass. Hass auf mich selbst und auf diejenigen die mich verletzt hatten, aber vor allem auf mich selbst. Es wurde schwierig mit mir in Kontakt zu kommen und es fiel mir schwer Freunde zu finden, da ich so deprimiert und in meinem Schmerz gefangen war.
Ich begann Pläne zu schmieden mir das Leben zu nehmen. Aber schließlich kam ich in Kontakt mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie und bekam dort Hilfe.
Aus unerfindlichen Gründen meldete ich mich für den Konfirmationsunterricht. Ich weiß nicht was passiert ist aber ich interessierte mich schnell für das, was sie dort über Gott sagten.
In der gleichen Konfirmandengruppe war auch meine fast einzige Freundin aus der Schule. Als sie merkte, dass ich glaubig wurde, stellte sie mir ein Ultimatum: Entweder ich bin mit ihr befreundet, oder ich werde glaubig.
Es wurde zu einer Krise, zu einem Ringkampf in mir, der kaum zu bewältigen war.

Schließlich entschied ich mich für sie, weil ich mich so sehr nach Freundschaft und Gemeinschaft sehnte. Doch dann geschah etwas ganz Besonderes. Auf einer Geburtstagsfeier für meinen Onkel und seiner Frau (mein Onkel war einen Großteil seines Lebens als Pastor und Prediger tätig) kam er auf mich zu, sah mich an und sagte: „Sei achtsam mit deinem Glauben!

Ich hatte ihm nichts von meinem Dilemma erzählt und tief in meinem Herzen wurde mir klar, dass dies von Gott kommen musste. Dann weinte ich stundenlang.

In meiner Konfirmationsbibel stehen auf einer der ersten Seiten die Worte: „Komm und sieh!“ (Johannes 1,39, Schwedische Bibel 2000).



Es hat mich viel gekostet das zu tun und so kann es auch sein. Sich zu öffnen um Jesus zu suchen und zu glaube kann bedeuten allein zu sein, verspottet und sogar getötet zu werden. Wenn man nicht versteht, dass der Glaube mehr ist als nur ein innerer Wunsch, dass dies wahr sein könnte, kann es schwer sein, diesen Schritt zu tun.

Aber oft zeigt Gott sich uns auf unterschiedlichste Weise, wenn wir offen und bereit sind mitzukommen und zu sehen. Er sieht den Ringkampf und weiß, wie wirklich und wahr er ist.

Meine Erfahrung ist, dass Gott real ist und nicht nur ein Hirngespinst. Sonst hätte ich mich nicht dafür entschieden weiter nach ihm zu suchen und ihm zu empfangen, als es mich etwas zu kosten begann.

Vielleicht möchte Gott durch meine Worte oder die Worte anderer zu Ihnen sprechen. Er weiß, wie Ihr Leben aussieht und womit Sie zu kämpfen haben und worüber Sie nachdenken. Wagen Sie es zu fragen. Wage sie zu versuchen und wage sie zu suchen. Ich bin überzeugt, dass der Glaube, den ich seither gewonnen habe Bestand haben wird. Gott ist mehr als nur eine Märchenfigur (wie viele glauben). Er ist lebendig und kann uns das auf verschiedenste Weise zeigen.



 

 

Sonntag, 1. Juni 2025

Aus Kapitel 2 des Buches

 

Kapitel 2

 

 

 

 

 

 

 

 

Sehnsucht und Hoffnung kapitel 2


Als das Mobbing, das ich von klein auf ertragen musste begann, brach mein innerer Mensch schnell zusammen und damit auch mein Glaube an einen guten Gott.
Das Gefühl, dass Gott gut ist verschwand recht schnell und obwohl ich immer noch an seine Existenz glaubte, wollte ich nichts mehr mit ihm zu tun haben.
Wie konnte er so etwas zulassen, wenn er gut ist dachte ich.
Ich beschloss zu versuchen, allein zurechtzukommen.
Aber die Bitterkeit und der Hass wuchsen in mir, auf meine Umgebung und auf mich selbst.
Sie verzehrten und zermürbten mich, bis kaum noch ein Fünkchen Hoffnung übrig war, dass sich mein Leben jemals ändern und gut werden könnte.
Das Verständnis für die Macht der Vergebung und der Liebe, das Gott mir später schenkte, hatte ich noch nicht.
Aber heute ist mir klar, dass ich nach Liebe schrie, mich aber nicht traute, sie hereinzulassen.
Es war offensichtlich, dass der Plan für mich selbst zu sorgen nicht funktionierte.



Viele Dinge können uns dazu bringen auf die Stimme zu hören die sagt, Gott sei nicht gut.
Wenn wir auf diese Stimme hören können wir uns von der einzigen Macht abwenden, die uns wirklich helfen kann. Aber ich glaube, dass Gott unseren Schmerz sieht und versteht.
Jesus ist sogar auf dieser Erde gewandelt und hat ihn selbst gespürt.
Er hat den Hohn, die Demütigung, den Spott und die Verleumdung gespürt, er weiß wie es ist wenn Menschen schlecht über einen reden und einen körperlich schlagen. Er hat geweint und sich gequält, aber er hat dem Vater weiter vertraut. Wie Jesus werden wir oft auf die Probe gestellt und fragen uns, warum uns Leid widerfährt. Jesus wusste, dass Gott einen größeren Plan, höhere und andere Gedanken hatte, als die Menschen normalerweise denken. Gott würde das Leiden nutzen und es zum Segen für das Leben anderer machen.
Ich habe das damals definitiv nicht gesehen, aber meine Erfahrungen mit dem Schmerz haben es mir ermöglicht, andere in ihrem Schmerz zu verstehen und mitzufühlen, und später wurde ich zu einem glaubwürdigen Zeugen dafür, wie Gott alles Schlechte in etwas Gutes verwandeln kann.
Ich habe mich oft gefragt, warum Gott zuließ, dass mir dieses Übel widerfuhr, und ich kenne die Antwort darauf immer noch nicht hundertprozentig. Ich möchte glauben, dass Gott es nicht geschickt hat, sondern es zuließ. Die Bibel sagt, dass Gottes Gedanken höher sind als unsere und dass er uns eine Zukunft und eine Hoffnung geben will.
Später, als ich Gott in meinem Leben willkommen geheißen hatte, bemerkte ich allmählich wie er wie es in Römer 8:28 heißt, alles was mir widerfuhr zum Guten zusammenwirken ließ.

Im Nachhinein kann ich feststellen, dass sogar das Leid, das ich durchmachen musste, mich verständnisvoller und liebevoller gegenüber anderen Menschen gemacht hat.
Aber selbst in der Zeit, in der ich nicht mit Gott unterwegs war und mich in der Dunkelheit befand, in pechschwarzer Dunkelheit, gab es immer noch so etwas wie einen leuchtenden Stern am Himmel, selbst damals gab es eine Hoffnung und eine Sehnsucht nach Freude und Liebe.
Ich glaube, dass Gott diese Sehnsucht in uns alle hineingelegt hat, weil wir dazu geschaffen sind, in Freude und Liebe zu ihm, zueinander und zu uns selbst zu leben.
Wenn diese Sehnsucht existiert, gibt es Hoffnung!
Trauen Sie sich zu Jesus zu folgen und lassen Sie sich von ihm helfen zu glauben, dass die Liebe des Vaters mehr ist als ein Traum.
Sie ist ein felsenfestes Fundament, auf dem Sie Ihr Leben aufbauen können.


Selbst im Winter kann die Sonne scheinen.













Freitag, 2. Mai 2025

Aus Kapitel 1 des Buches

 Begegnungen mit dem Schöpfer

 

Wunderbar schöne Aussicht vom Stubaier Gletscher, ein Geschenk Gottes.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

”'denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen”Römerbrief 1:20

 Ich war noch nicht alt, vielleicht 5-6 Jahre alt, als ich auf einem Felsen oder Stein nicht weit von unserem Haus stand, das etwas außerhalb von Alingsås im Wald lag. 

Ich hatte ein paar Nachbarskinder angelockt, die etwas jünger waren als ich, und schlug vor, dass wir Gott loben und unsere Hände zu ihm erheben sollten. Sie dachten, ich sei seltsam und gingen weg. Die Erinnerung ist stark, aber in den Details verschwommen. Im Wesentlichen ging es darum, dass ich irgendwie wahrgenommen hatte, dass es einen Gott gibt, dass ich anfing, an ihn zu glauben, und dass ich voller Staunen und Bewunderung war und dies zum Ausdruck bringen wollte, am besten zusammen mit anderen Kindern. Ich entschied mich in diesem Moment dafür, ihn zu preisen, aber die anderen Kinder hatten wohl eher Angst vor dem Unbekannten und verschwanden von dort. 

Aber Gott war mir irgendwie bekannt, ich hatte ihn in der Schönheit der Natur gesehen, oben auf hohen Bergen in den Alpen (wo meine Mutter herkommt), zwischen Inseln und Meereswellen an der Westküste Schwedens (wo mein Vater herkommt) und in der Natur rund um unseren Wohnort. Das war meine erste Begegnung mit Gott. Haben Sie Gott irgendwie in der Natur wahrgenommen? 

Hat die Schönheit der Natur Sie jemals mit Staunen erfüllt, so sehr, dass Ihr Herz mit Dankbarkeit erfüllt war und Sie das Bedürfnis hatten, dies zum Ausdruck zu bringen? Ich wusste nicht viel über Gott (meine Eltern und Brüder waren keine Christen), aber meine Sehnsucht nach Gott war irgendwie in mir verankert.Ich erinnere mich daran, wie ich mich mit einer Bibel in das Zimmer ganz unten im Haus schlich, das am weitesten von allen anderen entfernt war, die Kinderbibel aufschlug und versuchte zu lesen. 

Ich glaube, die Sehnsucht nach Gott ist etwas, das Gott selbst in uns hineinlegt, wie ein Brief des Königs, der uns zu einer Privataudienz mit einem Essen und Zeit für ein Gespräch einlädt. 

Ein Brief, der uns überraschen kann und hoffentlich Sehnsucht weckt, positive Nervosität, aber auch Zweifel, ob der Brief wahr ist. Ich fordere Sie auf, einen Blick darauf zu werfen und zu sehen, ob er wahr ist! Unterdrücken Sie Ihre Sehnsucht nicht, weil sie sich unangenehm und ungewohnt oder vielleicht fremd anfühlt. Ich habe damals eine solche Freude erlebt, als ich meine Hände hob und dem Gott der Schöpfung begegnete, und ich denke, dass auch Sie ihm auf die eine oder andere Weise begegnen können, wenn Sie es wollen.

 

In den Segnungen Gottes gegenwärtig sein.

 

Reinige mich

  Reinige mich Du willst mich reinigen meinen ganzen Schmerz heilen meine Augen öffnen damit ich sehe, was ich brauche – DICH – Du b...